Für alle statt für wenige


Ja zu mehr bezahlbarem Wohnraum am 9. Februar 2020

29. Januar 2020

Die Mieten stellen neben den Krankenkassenprämien die höchsten Ausgabeposten im Budget einer Schweizer Familie dar. Trotz eines Rückgangs der Zinsen und einer Zunahme an leerstehendem Wohnraum sind die Mieten in der Schweiz seit dem Jahr 2005 um 18.8 Prozent gestiegen. Die Schweizerinnen und Schweizer zahlen also zu viel Geld für ihre Mieten. Unter anderem, weil man mit Immobilien gutes Geld verdienen kann: Eine Wohnung zu kaufen und sie dann teurer weiterzuverkaufen ist lukrativ, fast egal, ob jemand darin wohnt oder nicht. Dadurch wird der Wohnraum knapp, es gibt viele leerstehende Wohnungen. Da der Wohnraum knapp ist, suchen viele Leute verzweifelt nach einer Wohnung und müssen schlechte Deals eingehen, weil sie sonst auf der Strasse stehen würden. Also kann die Miete ruhig noch ein bisschen höher gefahren werden, irgendjemand wird sich schon finden, der den Preis bezahlt…

Die Initiative schafft aus diesem Teufelskreis einen Ausweg: Sie will, dass ein Teil der Wohnungen (10%) genossenschaftlich vermietet werden. Dies bedeutet, dass damit kein Gewinn gemacht wird, sondern dass das Geld für den Erhalt der Immobilie eingesetzt wird. An dieser Immobilie wird kein Geld verdient.

Ohne Wohnung geht es leider nicht. Wohnen zu können ist ein Menschenrecht. Wenn nun Spekulanten Geld mit etwas verdienen, das sich viele nicht mehr leisten können, heisst das, dass sie ein System austrocknen, bei welchem es bei vielen um die Existenz geht. Oder anders gesagt: Wenn man für den Erhalt eines Wettbewerbs über Leichen gehen muss, dann ist dies ein verfehlter Wettbewerb. Denn letztlich sollte das System dem Mensch dienen, sonst ist es ein verfehltes System. Ein solches System muss korrigiert werden. Für all diejenigen Menschen, die nicht mitspekulieren können, weil sie am Ende des Monats mit leeren Händen dastehen. Also: lasst uns ein überzeugtes Ja in die Urne legen am 9. Februar!




SP vor Ort