Für alle statt für wenige


Lara Hitz

20. April 2019

Unser Mitglied Lara Hitz kandidiert auf der JUSO-Liste für den Nationalrat.
Lucia Engeli hat Nico in einem Interview spannende Fragen gestellt.

Du bist JuSo-Vizepräsidentin und nun auch nominierte Kandidatin für die Nationalratswahlen auf der JuSo-Liste. Wie bist du zur Politik gekommen?

Seit 2015 interessiere ich mich je länger je mehr für Politik, weil mich die Schicksale der Menschen berühren. Seither beschäftigen mich die Probleme der Welt immer mehr. Schnell wurde mir klar, dass alles zusammenhängt und eine wirkliche Lösung nur durch die Überwindung von Rassismus, Sexismus und Kapitalismus geschehen kann. Mit der Zeit wurde ich dann auf die Juso aufmerksam und begann mich dort zu engagieren.

Welche Eigenschaften deiner Persönlichkeit qualifizieren dich besonders für eine Nationalrätin?

Meine Motivation, etwas verändern zu wollen, ist der Motor hinter meinem Engagement. Auch als Nationalrätin würde ich etwas bewegen wollen und mich dafür voll und ganz engagieren. 

Welche drei Hauptthemen hast du dir auf die Fahne geschrieben, und warum?

Kapitalismuskritik, Queerfeminismus und eine gerechte Sozialpolitik sind meine drei Hauptpfeiler, da meiner Meinung nach dort am Dringendsten etwas getan werden muss.

Hast du ein politisches Vorbild? Wer?

Mein politischen Vorbilder sind Ruth Bader Ginsburg und Tamara Funinciello, da beide bemerkenswerte und starke Feministinnen sind, von denen ich noch viel lernen kann.

Welche politischen Geschäfte hast du schon unterstützt, die gut gelungen sind?

Die deutliche Niederlage der Selbstbestimmungsinitiative gibt mir immer wieder Hoffnung für die Zukunft der Schweiz. 

Gleichstellung der Geschlechter ist ein Thema, welches aktuell im Frauenjahr oft diskutiert wird. Wo siehst du die Hauptprobleme hier? Welche Forderungen würdest du in Bern stellen, um hier fairere Bedingungen zu schaffen?

Ich finde es schwierig, ein Hauptproblem in Sachen Gleichstellung zu finden, da ein Kampf für Gleichstellung ein intersektioneller Kampf ist. Daher liegt es mir am Herzen, den Feminismus queer und intersektionell zu halten und daher müssen wir Frauen* auch unsere Forderungen dementsprechend stellen. Wir müssen das System ändern und uns nicht mit „Zückerchen“ zufrieden geben. 

Warum sollte man dich als JuSo-Kandidatin wählen und nicht jemanden von der Grünen Partei? Was ist der entscheidende Unterschied?

Es ist wichtig zu sehen, dass wir nur mit einem veränderten System etwas ändern können, dies gilt besonders auch für Klimaanliegen. Und für genau diesen Systemwandel setzt sich die Juso ein. In diesem Sinne „System change, not climate change“

Was machst du, wenn du gerade mal nicht politisch aktiv bist? Was sind deine Hobbies?

In meiner Freizeit gehe ich gerne klettern, spiele Klavier oder unternehme etwas mit Freund*innen.




SP vor Ort