Für alle statt für wenige


  • Mitwirken – Mitreden – Mitgestalten – Mitentscheiden

    Die SP Unterentfelden hat Alfred Stiner als Vizeammann nominiert.

    Durch den Rücktritt von Gemeinderat Kurt Häfliger ist das Amt des Vizeammanns neu zu besetzen.
    Seit Januar 2018 ist Alfred Stiner Mitglied des Gemeinderates Unterentfelden. Seine bisherige Arbeit im Gemeinderat ist geprägt von grossem Engagement. Er übernimmt gerne Verantwortung und setzt sich stets mit aller Kraft für das Wohlergehen der gesamten Bevölkerung ein. Während seiner Tätigkeit als Gemeinderat konnte der gebürtige Unterentfelder seine Vernetzung noch zusätzlich verbessern. Mit den bisher gemachten Erfahrungen als Präsident der Finanzkommission und der Gemeindexekutive  ist Alfred Stiner für das Amt als Vizeammann bestens gerüstet. Die zeitlichen Ressourcen stellt er mit Freude der Gemeinde zur Verfügung.

    Die SP Unterentfelden wird weiterhin aktiv mitwirken – mitreden – mitgestalten – mitentscheiden. Mit Alfred Stiner haben wir einen kompetenten Kandidaten mit einem optimalen Leistungsausweis, um diese Position zu besetzen.

  • Wahlkampfauftakt

    Am Dienstag, 20. August 2019 um 18:30 Uhr beginnt der Wahlkampf für Lara Hitz und Nico Zobrist. Die beiden kandidieren auf der JUSO-Liste für den Nationalrat.

  • Interview mit Heinz Lüscher

    Heinz ist Gemeindeammann in Unterentfelden. Lucia Engeli hat mit ihm ein Interview führen können.

    Seit 2006 bist du Gemeindeamman in Unterentfelden. Davor warst du gewerkschaftlich tätig und hast dich stets für faire Bedingungen der Arbeitnehmer starkgemacht. Gibt es zu diesem Thema Veränderungen, die du in den letzten Jahren miterlebt hast?
    Aus meiner Sicht haben die Mitarbeitervertretungen in den letzten Jahren an Einfluss verloren. Dies hat sicher unter anderem damit zu tun, dass bei internationalen Konzernen das oberste Management oft nicht in der Schweiz ist. Der Einfluss der Manager vor Ort ist eingeschränkt. Es wäre dringend nötig, den Einfluss der Mitarbeiter-Vertretungen zu stärken, damit auch bei Themen wie Aus- und Weiterbildung, Arbeitszeiten, Schichtreglementen, Sozialplänen, Gesamtarbeitsverträgen, Urlaub- und Ferienregelungen etc. die in der Schweiz erarbeitete Sozialpartnerschaft durchgesetzt werden kann.               

    Was muss man für Eigenschaften haben, um sich für die Arbeit als Gemeindeamman zu qualifizieren?
    Wichtig sind meiner Meinung nach das Verständnis für die demokratischen Abläufe in der Gemeinde, der Wille zur Zusammenarbeit auch über Parteigrenzen hinweg sowie das Akzeptieren und Pflegen der „Spielregeln“ einer Kollegialbehörde. Natürlich braucht es auch Führungseigenschaften, man muss zuhören können und damit leben können, ein Stück weit in der Öffentlichkeit zu stehen. Kompromissbereitschaft  und Gesprächsbereitschaft ist ebenfalls wichtig. Ausserdem muss man die Zeit dafür aufbringen können, d.h. Beruf und Amt vereinbaren können. 

    Der Gemeinderat tagt hinter geschlossenen Türen. Wie stellst du sicher, dass ihr Entscheidungen im Sinne der Bürgerinnen fällt?
    Ich führe viele Gespräche, wenn möglich mit Befürwortern und Gegnern eines Geschäftes. Ich versuche, zusammen mit den Ressortinhabern im Gemeinderat und der Verwaltung ein möglichst vollständiges Bild über die Auswirkung eines Entscheides zu machen. So bilde ich mir meine Meinung, die ich dann in die Diskussion im Gemeinderat einbringe. 

    Seit 2017 hast du nun einen Mitstreiter aus der SP im Gemeinderat. Was hat sich seither für dich verändert?
    Es ist für mich eine willkommene Unterstützung, einen Kollegen aus der SP im Gremium zu haben, vor allem auch bei schwierigen Diskussionen und Entscheiden. Ich habe nun die Gelegenheit, Themen aus ‚SP-Sicht‘ mit Alfred zu diskutieren. Aber auch allgemein anstehende Entscheidungen kann ich mit ihm besprechen. 

    Gibt es konkrete Projekte, die aufgrund dieses ‚Links-Rutsches‘ im Gemeinderat erst zustande gekommen sind?

    Ich denke, dass sich bei der Diskussion und der Entscheidung für Tempo 30 die 2-fache SP Vertretung im Gemeinderat  ausgewirkt hat.

    Du bist schon viele Male wiedergewählt worden. Wie schaffst du es, dass die Leute dir vertrauen?
    Ich versuche, den Menschen in seiner spezifischen Situation mit seinem Anliegen ernst zu nehmen, auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Es ist wichtig, dabei meine Funktion in den Vordergrund zu stellen und nicht mich selbst, dennoch muss ich auch mich selbst bleiben. Es ist mir ein Anliegen, meine Entscheidungen erklären zu können, und andere Meinungen zu akzeptieren. Ich vertrete keine „abgehobenen“ Haltungen, sondern stelle mich in den Dienst der Bevölkerung. Ich denke, dass das alles mich glaubwürdig macht. 

    Welche drei politischen Geschäfte der letzten 13 Jahre sind gelungen und machen dich ein bisschen stolz?
    Das Projekt Zukunftsraum Aarau, die Neuorganisation des Planungsverbandes aarau regio und die Gründung des Forstbetriebes Region Aarau, zusammen mit Biberstein und Aarau. Bei diesen Geschäften war ich bei den Vorbereitungen und Entscheidungen beteiligt und sie verliefen in meinem Sinne – der Zukunftsraum Aarau ist aber noch nicht abgeschlossen.

    Was sind die zwei lustigsten Erlebnisse im Zusammenhang mit der Arbeit im Gemeinderat?
    Aus heutiger Sicht finde ich meine allererste Gemeinderatssitzung eine lustige Erinnerung: Der Gemeindeschreiber hat mich angerufen, ob ich auch kommen könnte – ich hatte die Sitzung schlicht und einfach vergessen. Eine Begebenheit im Restaurant: Ich sitze mit einigen Leuten am Stammtisch, eine Person kritisiert den Gemeinderat heftig, weil er  mit einem Entscheid absolut nicht zufrieden ist. Er kennt mich offensichtlich nicht. Ein anderer Gast erklärt ihm vorsichtig, dass ein Gemeinderat am Tisch sitzt, was ihm nach einigem Bemühen auch gelingt. Diese Situation hat mich köstlich amüsiert.